Futtermilben was tun?
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Was du über Futtermilben wissen solltest
Futtermilben sind winzige Lebewesen, die sich von organischen Bestandteilen in Tierfutter ernähren. Sie sind meist mit bloßem Auge kaum sichtbar, können aber trotzdem Auswirkungen auf die Gesundheit deiner Haustiere haben – besonders bei empfindlichen Tieren oder bei längerer Exposition. In diesem Beitrag erfährst du, wie Futtermilben entstehen, welche Risiken sie bergen und wie du sie vermeiden kannst.
Was sind Futtermilben?
- Futtermilben sind mikroskopisch kleine Arachniden, eng verwandt mit
Spinnen und Milbenarten. - Sie leben in tierischem Futter wie Trockenfutter, Nassfutter, Snacks
oder auch Vorratsbehältern. - Die häufigsten Gattungen sind Saftmilben (Cheyletus spp.)
und Lagermilben (Tyrophagus spp.), wobei unterschiedliche Arten
je nach Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Lagerbedingungen
auftreten können.
Wie entstehen sie?
- Feuchtigkeit und Wärme begünstigen das Wachstum von
Milben-Populationen. - Langes Lagern von Futter außerhalb der Kühlung oder in
schlecht verschlossenen Behältern erleichtert Milbenbefall. - Ein schlechter Zustand der Hygienebedingungen in der Lagerung
(z. B. Staub, Schmutz, alte Futterreste) erhöht das Risiko.
Welche Risiken bestehen für Haustiere?
- Hautreaktionen: Juckreiz, Entzündungen oder allergische Reaktionen
durch Milbenallergien. - Verdauungsbeschwerden: Durch den Verzehr befallenen Futters
können Durchfall, Erbrechen oder Appetitverlust auftreten. - Allgemeine Müdigkeit oder Unwohlsein bei langfristiger Exposition.
- Bei stark belastetem Futter kann es zu allergischen Reaktionen kommen,
besonders bei Hunden mit bekanntem Futtermittelallergien.
Wie erkennst du einen Milbenbefall?
- Sichtbare Anzeichen: veränderte Futtertextur, verfärbte
oder bräunliche Stellen im Futter, unangenehmer Geruch. - Verhaltensindikatoren deiner Haustiere: verstärkter Juckreiz,
Hautrötungen, wiederkehrende Verdauungsprobleme. - In schweren Fällen kann eine mikroskopische Untersuchung
des Futters nötig sein, um Milben nachzuweisen (Laboranalyse).
Was du dagegen tun kannst
- Futterbestandteile prüfen: Regelmäßig Futterreste entsorgen
und auf Sichtbarkeit von Milben prüfen. - Richtig lagern: Trockenfutter in luftdichten, lichtgeschützten Behältern
aufbewahren; kühl und trocken lagern. - Haltbarkeitsdaten beachten: Verbrauchs- oder Mindesthaltbarkeitsdaten
ernst nehmen; Futterreste rechtzeitig entsorgen. - Hygiene beachten: Futterbehälter regelmäßig reinigen und sauber halten;
Küchen- oder Vorratsbereiche sauber halten. - Futter allmählich umstellen: Wenn du Milbenbefall vermutest,
wechsle zu einem neuen, unverseuchten Futter unter Rücksprache
mit dem Tierarzt. - Tierarzt konsultieren: Bei anhaltenden Haut- oder Verdauungsproblemen,
auch wenn Milbenverdacht besteht.
Präventionstipps
- Kaufe Futter in kleinen Mengen und achte auf verschlossene Verpackungen.
- Beschrifte Behälter mit dem Auffülldatum, damit du Futter rechtzeitig nutzt.
- Vermeide lange Lagerzeiten von geöffnetem Futter.
-
Einfrieren: das Trockenfutter für 3 Tage einfrieren, um die
Milben & Eier abzutöten. Die benötigte Menge vor dem
Füttern auftauen! - Reinige Futterstationen (Napf, Trockenfutter-Behälter) regelmäßig.
- Beobachte dein Haustier nach der Fütterung auf Reaktionen
und suche frühzeitig tierärztlichen Rat, wenn Symptome auftreten.
Wann du einen Tierarzt brauchst
- Anzeichen von Allergien, Hautausschlägen, starkem Juckreiz,
wiederkehrendem Durchfall oder Erbrechen. - Wenn Symptome trotz Futteränderung bestehen oder sich verschlimmern.
- Bei Verdacht auf Milbenbefall durch das Futter: Der Tierarzt kann helfen,
geeignete Tests durchzuführen und eine geeignete Behandlung
bzw. Futterumstellung empfehlen.

Fazit Futtermilben sind eine oft übersehene Ursache für Haut- und Verdauungsprobleme bei Haustieren. Gute Lagerung, frische Futtervorräte und regelmäßige Kontrollen helfen, Befall zu verhindern. Bei Verdacht bleibt der Tierarzt der beste Ansprechpartner.
Wenn Sie Fragen oder Unterstützung bei der Futterwahl benötigen, stehen wir Ihnen gerne bei uns im Geschäft „FUTTERKRIPPE“ zur Seite.